Frau mit blonden Haaren liegt nackt, jedoch verdeckt, in einem Bett mit weißer Bedecke und weißen Laken

Gestützt und geschützt durch unsere Haut

Wenn man nach dem größten Organ im menschlichen Körper sucht, denkt man an das schwere Herz, die tüchtige Leber oder gar den langen Darm. Doch das größte Organ ist von außen sichtbar. Es ist mit einer Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern unsere Haut. Diese räumliche Ausdehnung verursacht ein stattliches Gewicht von bis zu 14 Kilogramm. Jeder Quadratzentimeter verfügt über bis zu 5 Haare, 5.000 Sinneszellen und unglaubliche 150.000 Pigmentzellen.

Der Aufbau der Haut

Die Haut wird grob in drei Hautschichten eingeteilt:

Die oberste Hautschicht heißt Epidermis. Ihre Beschaffenheit beruht auf einer dicken Hornschicht, die einer ständigen Erneuerung unterzogen wird. Sie hat weder Nerven noch Gefäße. Ihre Dicke orientiert sich an der spezifischen Körperregion und den jeweiligen mechanischen Anforderungen (0,05 Millimeter im Bereich der Augenlider bis 2 Millimeter an den Fußsohlen). Die Dichte der obersten Schicht bewirkt, dass Sonneneinstrahlungen abgedämpft und schädliche Bakterien am Eindringen gehindert werden.

Die mittlere Hautschicht, die Lederhaut (Dermis), ist aus Bindegewebe zusammengesetzt. Anders als die Epidermis verfügt sie über Nerven und Gefäße. Darüber hinaus beinhaltet ihre Zusammensetzung eine große Menge Talgdrüsen, Schweißdrüsen und sogar Muskelzellen. Da die Epidermis keine Gefäße hat, ist die Lederhaut dafür zuständig, Nährstoffe an die Oberhaut weiterzuleiten.

Die unterste Hautschicht (Subcutis) besteht zwar ebenfalls aus Bindegewebe. Dieses ist jedoch etwas lockerer als bei der Lederhaut und enthält Einlagerungen von Fettgewebe. Da Subcutis und Dermis beide zum größten Teil aus Bindegewebe bestehen, sind sie über gemeinsame Bindegewebszüge vielfach miteinander verbunden. Das in der Subcutis angesammelte Fett wird vom Körper als Reservelager verwendet. Die enthaltenen Fette können in Zeiten schwacher Nahrungsversorgung zur Herstellung von Energie angezapft und verwendet werden.

Die erwähnten Talg- und Schweißdrüsen, Nägel und Haare werden oftmals als Hautanhang bezeichnet. Sie bilden keine eigene Schicht, sondern sind versprengte Einzelsysteme, die sich durch die Hautschichten ziehen.

Graphische Darstellung wie die menschliche Haut aufgebaut ist.

Die Haut und ihre Funktionen

Die Funktion, die einem bei der Haut als erstes einfällt, ist natürlich der Tastsinn. Mittels Sinneszellen und feinen Härchen können wir haptische Eindrücke aus der Umgebung aufnehmen und im Gehirn verarbeiten. Der Reiz wird durch Nervenzellen in die Schaltzentrale weitergeleitet, dort entschlüsselt und schließlich als Empfindung zugänglich gemacht.

Zellen besitzen Membranen, damit sie keine wertvollen Nährstoffe oder lebenswichtige Teilbereiche an die Außenwelt verlieren. Große Organismen verfügen für denselben Zweck über eine Haut. Unsere Haut sorgt dafür, dass unser Körper einerseits als geschlossenes Ganzes existiert und die abgetrennten Bereiche im Inneren ungestört arbeiten können. Andererseits schützt die Haut vor äußeren Einflüssen wie Sonnenlicht, Witterungsbedingungen oder Schadstoffen.

Die Haut erfüllt also zwei essenzielle Funktionen zur selben Zeit. Die innere Struktur des Organismus wird aufrechterhalten, ohne dass Organe oder Flüssigkeiten wie Blut oder Wasser ungeschützt an die Oberfläche gelangen und dem Körper verlorengehen.

Die fetthaltige Beschaffenheit der äußeren Hornschicht, eines Teils der Epidermis, sorgt dafür, dass der Wasserhaushalt reguliert wird. Durch Transpiration werden Schadstoffe und Abfallprodukte mittels Wasser ausgeschieden, während die Hornschicht den Körper vor einer gefährlichen Dehydration bewahrt. Da der Schweiß einen sauren PH-Wert hat, eignet er sich nicht als Medium für Bakterien und andere Parasiten. Dies trägt dafür Sorge, dass sich weniger Parasiten auf der Haut ansiedeln, um schließlich in den Körper einzudringen.

Neben dieser Stützfunktion hat die Haut auch noch eine Schutzfunktion, die darin besteht, unseren Körper vom äußeren Milieu abzuschirmen. Auf diese Weise können in unserem Körpersystem chemische Prozesse stattfinden, die von außerhalb der Haut befindlichen Molekülen nicht oder wenig beeinträchtigt werden können.

Außerdem dient die Haut als Barriere gegen andere Lebewesen wie Krankheitserreger. Diese dringen gemeinhin von außen ein, breiten sich über den Blutkreislauf aus und pflanzen sich durch Zellteilung fort. Dank der Haut gelangen kaum Krankheitserreger in den Blutkreislauf, sodass Krankheiten durch einen starken Schutz im Keim erstickt werden können.

Darüber hinaus erfüllt die Haut auch andere Nebenfunktionen. Beispielsweise hilft die dehnbare Oberfläche dabei, Schläge oder Stöße abzufedern und in ihrer Wirkung marginal einzuschränken, während das Knochengerüst dem Körper von innen Halt gibt.

Wenn nur 20 Prozent der Haut, etwa durch eine Verbrennung oder Unfallwunden, von der Körperoberfläche verschwinden, bedeutet dies Lebensgefahr. Der Körper ist der Infiltration durch Krankheitserreger wehrlos preisgegeben und verliert Blut. Dass der Verlust von einem Fünftel Haut schon ein akut lebensgefährliches Risiko darstellt, sollte die Bedeutung der Haut für den menschlichen Organismus vor Augen führen.

 
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